Erstausstattung - Ein Welpe zieht ein


Halsband, Leine und Geschirr

Es gibt sie mittlerweile in vielen Farben und Materialien und natürlich darfst Du auch die Optik mit in Deine Kaufentscheidung einbeziehen, wichtiger sind jedoch die Funktionalität und der Tragekomfort bei Halsbändern und Geschirren.

Da Welpen sehr schnell wachsen, ist es sinnvoll sich anfangs für ein einfaches Model zu entscheiden und drauf zu achten, dass sowohl Halsband wie auch Geschirr größenverstellbar sind. So kannst Du die Passform immer wieder überprüfen und die Einstellung anpassen, damit nichts drückt oder scheuert.

Bei einem Halsband empfehle ich Dir eins das gepolstert ist und gut passt, so dass Dein Vierbeiner nicht rausschlüpfen kann. Sog. Norweger Geschirre sind nicht zu empfehlen, da sie die natürliche Bewegung Deines Hundes im Schulterbereich zu sehr einschränken. Die meisten Halter kaufen ihrem Vierbeiner eine neue Ausstattung, sobald er körperlich ausgewachsen.


Bei der Auswahl einer Hundeleine empfehle ich Dir eine verstellbare Führleine. Hier kannst Du ganz einfach verschiedene Leinenlängen einstellen.

Bei Welpen- und Junghunden rate ich erstmal von Flexileinen (sog. Rollleinen) ab, denn bei Flexileinen gestaltet sich das (lockere) Gehen an der Leine meist schwieriger, weil sich die Länge ständig ändert und der Hund sich daher nicht darauf einstellen kann. Zudem lernt Dein junger Hund hier genau das, was er nicht lernen sollte: an der Leine ziehen!


Wasser- und Futternapf

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Auch hier gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Näpfen. Wichtig ist, dass Dein sowohl einen Trinknapf wie auch einen Fressnapf hat.

Wichtig finde ich hier, das Dein Hund gut daraus trinken und fressen kann, der Napf beim fressen nicht so leicht verrutsch und sich gut reinigen lässt (Keramik oder Edelstahl).


Hundebett und Ruheplatz

Welches Hundebett Du besorgst, ist ganz Dir überlassen. Hier würde ich am Anfang auf eher günstige Varianten zurückgreifen, da die Welpenzähnchen gerne mal kräftig an Dingen kauen.

Ich empfehlenswert Dir aber, darauf zu achten, dass das Hundebett waschbar ist. Wähle die Position des Hundebettes so aus, dass sichergestellt ist, dass er dort auch nicht gestört wird.

So lernt Dein Hund von Anfang an, dass in seinem Bett zur Ruhe zu kommen. Ungünstig sind Schlafplätze an Bereichen wo viel los ist (im Flur, neben Türen, Eingangsbereichen). Hier wird Dein Hund nur schwer zur Ruhe finden.


Futter und Kauartikel

Die ersten Tage nach der Trennung des Welpen von seiner Familie sind sehr aufregend – für ihn wie auch für dich.

In dieser Zeit solltest du deinem tierischen Neuzugang sein gewohntes Futter weiter zur Verfügung stellen, um ihn nicht noch zusätzlich mit einer Futterumstellung zu belasten.

Wenn du das Gefühl hast, dein Welpe hat den Trennungsschmerz überwunden und sich an sein neues Zuhause gewöhnt, dann kannst du langsam auf ein Futter deiner Wahl wechseln.

In den ersten Lebensmonaten befindet sich Dein Welpe in der sog. Oralenphase. Das bedeutet, er erkundet seine Umwelt mit den Zähnen. Leider müssen darunter auch oft Möbelstücke oder Schuhe leiden.

Um das Kaubedürfnis zu befriedigen, eignen sich hier am Besten Kauartikel wie Kaustangen oder Hasenohren. Alternativ kannst du Deinem Hund auch einen gefrorenen Kong mit einer Mischung aus Nassfutter und Hüttenkäse zum schlecken und kausen anbieten.

Kauen und schlecken macht oft durstig. Achte darauf, dass Dein Hund immer frisches Wasser zur Verfügung hat.


Hunde(transport)box

Egal ob Welpe oder erwachsener Hund, der sicherste Transport im Auto ist für Deinen Hund in einer Hundebox (Hunde gelten nach der StVO als Ladung und die muss im Auto gesichert sein).

Die Box sollte gut befestigte sein und so groß sein, dass Dein Hund darin stehen, sich umzudrehen und bequem hinlegen kann (gerade bei längeren Fahrten). Den besten Schutz bieten Boxen aus Aluminium oder Kunststoff.

Aber auch zuhause bietet eine Hundebox viele Vorteile für Deinen Hund. Einige Hundebesitzer reagieren bei dem Gedanken an eine Hundebox eher skeptisch und fürchten, dass die Box einem Käfig (Gefängnis) gleichkommt.

Dabei ist der Sinn einer Box nicht, dass Dein Welpe 15 Stunden pro Tag darin gehalten werden soll.

Vorteile einer Hundebox für zuhause:

  • Sie ist ein sicherer Rückzugsort für Ruhephasen.

  • Ruhe aushalten müssen Hunde erst lernen, in der Box ist der Bewegungsradius eingeschränkt, deshalb fällt es Deinem Hund leichter "nichts" zu tun und zu entspannen.

  • Praktisches Hilfsmittel beim Stubenrein-Training. Stellst Du die Box mit Deinem Welpen nachts neben Dein Bett, bekommst Du es leichter mit, wenn er unruhig wird und sein Geschäft erledigen muss.

  • Praktisches Hilfsmittel beim Alleinebleiben-Training. Du kannst Deinen Hund langsam ans Alleine bleiben gewöhnen, in dem Du in die Box bringst, wenn Du duschen gehst oder den Müll raus bringst oder die Wäsche aus dem Keller holst.

!!!Wichtig, Du solltest Deinen Hund anfangs langsam an die Box gewöhnen. Wenn Du dabei Hilfe brauchst, dann melde Dich gerne bei mir.


Hundespielzeug

Zur Erstausstattung gehören selbstverständlich auch ein paar Spielzeuge. Das ist wichtig für Welpen, denn auf dieses können sie sich spielerisch stürzen, es umherschleudern, abtransportieren oder genüsslich darauf herumkauen. Das fördert ihren Bewegungsablauf, sorgt für Muskeln, beschäftigt sie und befriedigt ihren Spiel- und Kautrieb. Da Welpenzähne noch sehr spitz sind, solltest du auf billiges Plastikspielzeug, welches schnell kaputt geht, verzichten. Ideal sind stabiles Wurfspielzeug, Taue und Kuscheltiere, die gut vernäht sind.



Und jetzt wünsche ich Dir ganz viel Spaß beim shoppen.